Es beginnt zu fließen ..

Als ich diese Zeilen schreibe, sitze hier in meinem AirBnb in Cusco (28.2.25), höre lateinamerikanische Lieder, schreibe in mein Journal, sortiere meinen Rucksack und tanze. Ich tanze. Das ist für mich das beste Anzeichen dafür, dass es mir gut geht, dass ich in meiner Lebenskraft und -freude bin. Vor und neben mir ist eine Fensterfront, die nächtliche Stadt liegt im strömenden Regen unter mir, ich sehe die tausenden, verschwommenen Lichter und in mir ist es ruhig.

Gestern fühlte ich mich noch ziemlich leer – nachdem ich nun 3 Wochen lang in der Yoga-Ausbildung einen klaren Tagesablauf hatte, war der gestrige, erste Tag wieder ganz alleine (27.2.) ein etwas abrupter Wechsel. Heute fließe ich schon vollends darin und genieße es, mich einfach treiben zu lassen.

Die Yoga-Ausbildung war der Hammer. Ohne zu wissen, dass ich sie gesucht hatte, hat sie mich gefunden und hat mir so viel Wissen, Verbindung, neue Ideen, Inspiration, Wachstum, Herausforderungen, Erkenntnisse, Tränen, neue Freundschaften und Selbstvertrauen gebracht.

Mit 12(,5)* weiteren Lernenden und 3 Ausbildnerinnen war ich im Munay Sonqo (Retreat- und Yoga Center) im Heiligen Tal eingebettet – im Paradies!:

Alle 21 Tage, die ich dort verbracht habe, waren von Anfang bis Ende gefüllt. Nachdem diese Vinyasa- und Hatha-Yoga Ausbildung die indische Tradition mit dem peruanischen Medizinrad verband, folgten wir einem 4-Tages-Zyklus: die ersten 4 Tage waren der Schlange (Körper) gewidmet, dann kam ein Tag Pause, 4 Tage Jaguar (Verstand), 1 Tag Pause, 4 Tage Kolibri (Seele), 1 Tag Pause, 4 Tage Kondor/Adler (Geist). Die Tage des Unterrichts waren vom Prinzip her immer gleich aufgebaut:

6:30-8:30h: geführte Meditation und Yoga-Praxis
9:00h: Frühstück
10:30-13:00h: Philosophie, Anatomie, Persönlichkeitsentwicklung etc.
13:15h: Mittagessen
15:00-18:00h: die Asanas (Posen) der Yoga-Flows ganz genau durchgehen + unterrichten lernen
18:00h: Abendessen
19:15h: Abendzeremonie (Santsang in Form von Mantra-Singen, Tanz, Kakao, Selbstsatsang, etc.)

In der ersten Hälfte lernten wir einen Hatha Yoga-Flow in und auswendig kennen, in der zweiten Hälfte einen Vinyasa-Flow – ich kann es jetzt schon kaum erwarten, beide bald unterrichten zu dürfen! (Falls Du Yoga mit mir mal ausprobieren möchtest, findest Du hier alle Infos 🙂 ) Am Ende jedes zweiten Zyklus‘ durften/mussten wir eineN andereN unterrichten und wurden dabei genauestens beobachtet 😉 – schlussendlich haben natürlich alle bestanden!

Das besondere an dieser Ausbildung war eindeutig die Herangehensweise der beiden Unterrichtenden: holistisch und vom Körper ausgehend – also genau so, wie ich selbst arbeite. Ich kann es bis jetzt gar nicht glauben, welch ein „Glück“ ich hatte mit Mindi und Nadine trainieren zu dürfen und mir im Unterrichten selbstsicherer zu werden. Ich bin davon überzeugt, dass sich mein Stil zu unterrichten verändern wird, wenn ich auch noch nicht weiß wie. Was ich auf alle Fälle weiß, ist, dass ich experimentierfreudiger sein möchte und mehr Verbindung einbauen möchte, denn …. hast Du gewusst, dass Yoga „Verbindung“ heißt und es darum geht, Verbindung zu finden (welche Form auch immer das für Dich haben möge)?
Simpel, aber ein großer Gamechanger für mein Verständnis von Yoga; ich wusste schon davor, dass Yoga nicht einfach nur Sport oder Bewegung ist, doch ich wusste wenig über die Philosophie und freue mich sehr, mehr davon einbauen zu können.

Eine weitere Besonderheit dieser Ausbildung war das viele Singen. Da die beiden Ausbildnerinnen selbst gerne Mantras und Lieder singen, hat quasi jedes unserer Treffen mit einem oder mehreren Liedern begonnen und geendet – sehr zu meinem Vergnügen, da ich selbst von Herzen gerne mit der Stimme arbeite und spiele.

Auch von meinen Mitlernenden her hatte ich so unendlich viel „Glück“. Unsere Gruppe war homogen, wissbegierig und offenherzig, und jedeR einzelne so selbstreflektiert, sodass die 21 Tage wie im Flow und Nu vergingen und wir nun alle mit einem Zertifikat abgeschlossen haben.

Ich nehme aus diesen 3 Wochen ein erfülltes Herz, so viel Wissen und neue Freundschaften mit – mit 3 von diesen Freundschaften durfte ich danach gleich das nächstes Abenteuer antreten: den fünftägigen Salkantay Trek! .. aber dazu beim nächsten Mal mehr! 😉 Ich freue mich, wenn Du dann wieder mitliest!

Marie-Therese

*PS: 12,5 Teilnehmende, weil ein gerade werdender Mensch ebenso Teil unseres Kreises sein durfte und wir dadurch viel über pränatales Yoga gelernt haben!

Ab ins nächste Abenteuer! 🙂

2 Kommentare

  1. Mäuschen, so wunderbar dein Block … kann man das , was du über dieReise vorher geschrieben hast auch noch wo lesen? Deine Mama

    • Ja, Du kannst alle früheren Beiträge auch lesen – entweder sie werden Dir sogar unter dem jetzigen angezeigt oder Du gehst oben in der Leiste unter „Journal“ – da kannst Du dann runter scrollen und alle Beiträge finden 🙂

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